Die Generali im Homeoffice. Und was ist mit den Maschinen?

Während die meisten bei der Generali im Homeoffice arbeiten, laufen die Druck- und Kuvertiermaschinen weiter – dank Dirk Kligge und seinem Team

Es lebe der Druck! Denn auch wenn alles digitaler wird, müssen bestimmte Schreiben immer noch gedruckt versendet werden. Ganz zu schweigen vom Erlebnis, echtes Papier zwischen den Fingern zu spüren, die sonst nur touchen, tippen oder wischen.

Derweil rund 80% der Belegschaft der Generali in Deutschland aktuell zu Hause arbeitet, rattert es an den Maschinen in der Einheit „Zentraler Druck und Versand“ weiter. Dafür sorgen Dirk Kligge und sein 26 Mann starkes Team, das für den kompletten operativen Druck und Versand der IT-gestützten Briefe der Generali verantwortlich ist. Rund 270 Millionen Seiten werden hier pro Jahr gedruckt und circa 52 Millionen Briefe kuvertiert. Unsere Intranet-Redaktion hat mit ihm über den neuen Arbeitsalltag und Teamgeist in Corona-Zeiten gesprochen.

Wie fühlt sich an, hier zu arbeiten, wenn der Großteil der Kollegen im Homeoffice ist?
Die leere Tiefgarage und die leeren Flure sind schon etwas merkwürdig. Aber so sind wir Kollegen, die hier vor Ort arbeiten, gut geschützt. Das ist gerade das Wichtigste.

Wie hat sich der Arbeitsalltag von Ihnen und Ihrem Team seit der Corona-Krise verändert?
Aus meinem Team arbeiten bis auf einen Kollegen alle vor Ort. Vor zwei Wochen haben wir die Arbeitsorganisation so verändert, dass es beim Schichtwechsel keinen direkten Kontakt mehr gibt. Wir arbeiten in drei Schichten und normalerweise gibt es immer eine persönliche Übergabe. Jetzt stimmen wir uns telefonisch ab. Auch mit Kollegen aus anderen Teams, die sonst mal schnell vorbei gekommen sind, um etwas zu besprechen.

Vor welchen Herausforderungen stehen Sie?
Wir müssen den Betrieb so gut es geht ohne persönliche Kontakte aufrechterhalten. Dafür brauchen wir eine gute Kommunikation, damit keine wichtigen Informationen verloren gehen. Im direkten Austausch ist die Übergabe einfacher als am Telefon. Da geht man mal eben zusammen zur Maschine. In den vergangenen Wochen hat das super geklappt und alle Briefe und Dokumente sind ohne nennenswerte Verzögerungen an unsere Kunden raus gegangen. Kein Kunde musste auf wichtige Unterlagen warten. Außerdem haben wir bereits Ende Februar begonnen, wichtiges Material wie zum Beispiel Formulare, Kuverts oder Tinte in größeren Mengen einzukaufen, um möglichen Problemen bei unseren Lieferanten vorzubeugen.

Wie ist die Stimmung bei Ihnen im Team?
Alle wissen, wie wichtig die Maßnahmen sind und gleichzeitig den Betrieb der Druckstraße – der für den Konzern nun mal essentiell ist – aufrecht zu erhalten. Wir haben eine tolle Mannschaft und die Kollegen waren sofort bereit, die Veränderungen in der Arbeitsorganisation umzusetzen. Wir haben uns mit den Gegebenheiten gut arrangiert und wenn es neue Ideen gibt, wie wir unsere Abläufe verbessern können, setzen wir diese um.

Welche präventiven Maßnahmen schützen Sie?
An erster Stelle steht, Kontakte soweit es geht auf null zu fahren. Dafür haben wir wie gesagt unsere Arbeitsorganisation angepasst, um den Kontakt zwischen den drei Schichten zu vermeiden. Daneben haben wir weitere Maßnahmen ergriffen: Vor Schichtende desinfizieren die Kollegen die Kontaktflächen an den Maschinen, wir achten auf einen Mindestabstand von zwei Metern, die Datenschutztonnen werden nur noch geleert und gereinigt, wenn niemand aus den Teams vor Ort ist – um nur ein paar Beispiele zu nennen. Die Abschottung von anderen Bereichen hilft uns sicherzustellen, dass wir die tatsächlichen Kontaktketten genau kennen und im Verdachtsfall, nicht die komplette Druckstraße schließen müssten.

Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn wir wieder zurück zur Normalität kommen?
In so einer Ausnahmesituation lernt man den Alltag richtig zu schätzen. Ich freue mich, mit meiner Frau schön Essen zu gehen, Freunde zu treffen und mal ein Wochenende an die Küste zu fahren. Auf der Arbeit freue ich mich schon richtig, alle Kollegen wieder zu sehen und wenn wir uns wieder einfach zusammensetzen können.

Danke an Herrn Kligge und das Team vom Generali Druck und Versand!

Die Fragen stellte die Generali Intranet-Redaktion.