Die Generali im Home-Office: Der Spagat zwischen Arbeit und Kinderbetreuung

Wie man am besten zwischen Arbeit, Homeschooling und Kinderbetreuung jongliert und dabei noch Spaß mit der ganzen Familien hat? Unsere Intranet-Redaktion hat bei einem Kollegen nachgefragt, der sich mit diesem Thema bestens auskennt: Alexander Graf, Geschäftsführer der Generali Deutschland Services GmbH (GDS), dem Service-Dienstleister der Generali Deutschland.

Herr Graf, wie sieht der neue Alltag bei Ihnen zu Hause durch die vorübergehenden Kita- und Schulschließungen aus?
Wir sind eine sechsköpfige Familie. Meine Frau und ich haben drei Töchter im Alter von 13, 13 und 15 und einen 7-jährigen Sohn. Wir haben frühzeitig versucht, dem Tag eine feste Struktur zu geben und den Kindern erklärt, dass auch wenn meine Frau und ich jetzt viel zu Hause sind, wir beide trotzdem arbeiten müssen. Dass unsere Kinder bereits alle schulpflichtig sind, erleichtert die Sache, denn die Lehrer verschicken Lern- und Hausaufgaben per Mail oder Download, sodass meine Kinder vormittags ebenfalls „Home Office“ machen. Sofern möglich, essen wir als Familie zusammen Mittag, ehe die Kinder dann am Nachmittag ihren Interessen nachgehen. Die ersten zwei Wochen haben wir so bislang sehr gut zusammen gemeistert.
An der Stelle möchte ich mich bei allen Generali-Kolleginnen und -Kollegen bedanken, die mit unermüdlichem Engagement und großem Team-Spirit dafür sorgen, dass SMART Working überwiegend problemlos und störungsfrei funktioniert – über 6.000 Kolleginnen und Kollegen arbeiten bereits im Home Office, und dahinter steckt ein riesiger logistischer und technischer Aufwand. In den Gebäuden steht gleichzeitig die Sicherheit aller Kolleginnen und Kollegen an höchster Stelle: Durch die Reduzierung der Anzahl von Kollegen vor Ort sowie gründliche Präventions- und Hygienemaßnahmen wirken wir als löwenstarke Mannschaft gemeinsam darauf hin, die weitere Ausbreitung von Corona einzudämmen.

Wie haben Sie Ihren Kindern die neue Situation erklärt und wie schaffen Sie es, Arbeit und Familie zu Hause in Einklang zu bringen?
Wir haben die neue Situation offen mit den Kindern besprochen. Natürlich fällt es ihnen schwer, die Omas und Opas aktuell nur per Telefon oder Skype zu hören und auf Dinge wie Sport oder das Treffen mit Freunden zu verzichten. Aber sie sind alle in einem Alter, in dem sie gut verstehen, dass unsere temporären Einschränkungen dazu dienen, die Leben anderer zu retten. Die Kinder haben sich früh überlegt, was sie in den nächsten Wochen machen möchten und welche neuen Dinge sie vielleicht ausprobieren wollen. Vor allem die Angebote des mobilen, digitalen Lernens sind überwältigend. So plant eine meiner Töchter gerade, sich über Online-Kurse das Programmieren von Apps und Internetseiten beizubringen. Vorgestern haben die Zwillinge nach Anleitung gemeinsam einen Mini-Feuerlöscher nachgebaut. Außerdem binden wir die Kinder stärker in die tägliche Hausarbeit ein: Dazu gehören Kochen und Wäsche machen ebenso wie das gemeinsame Streichen der Kinderzimmer am Wochenende. Um den medialen Versuchungen wie Smartphone, TV und Internet etwas entgegenzusetzen, versuchen wir unsere Zeit nach der Arbeit als Qualitätszeit bewusst als Familie zu nutzen – mit Spaziergängen, kurzen Radtouren, Gesellschaftsspielen – gestern passenderweise mit einem Escape-Spiel – oder Vorlesen von Harry-Potter-Büchern für den Jüngsten.

Welchen Tipp möchten Sie den Kolleginnen und Kollegen mitgeben, die sich zurzeit in einer ähnlichen Situation befinden?
Ich finde es wichtig, den Kindern trotz der außergewöhnlichen Rahmenbedingungen ein positives Gefühl zu geben. Selbstverständlich sind die Einschränkungen da, und abhängig vom wohnlichen und familiären Umfeld auch sehr herausfordernd. Aber uns geht es in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern noch sehr gut. Ich möchte ihnen vermitteln, dass man die neue freie Zeit auch als Chance für neue Interessen nutzen kann.
Gerade in den letzten Tagen konnten wir an zahlreichen Beispielen erkennen, dass der gemeinsame Kampf gegen Corona auch zu einer Stärkung des gesellschaftlichen und familiären Zusammenhalts führen kann.

Blicken wir abschließend noch kurz in die Zukunft: Was werden Sie aus der Zeit im Home Office mitnehmen? Worauf freuen Sie sich am meisten, wenn der „normale“ Alltag wieder Einzug hält?
Auch wenn für mich als Führungskraft die Arbeit im Home Office gut möglich ist und wir uns im Kollegenkreis ebenfalls gut digital vernetzen, freue ich mich auch wieder auf den persönlichen Austausch.
Ich bin zugleich jedoch davon überzeugt, dass wir nach Corona nicht in unsere alte, sondern in eine neue und veränderte Arbeitswelt zurückkehren. Wie unsere Kinder und die Schulen lernen auch wir als Unternehmen gerade in punkto Digitalisierung, Vernetzung und mobilem Arbeiten unglaublich viel dazu. Um als Generali künftig noch stärker zu werden, müssen wir das Beste aus der jetzigen Situation machen und das Momentum zur Veränderung und Verbesserung nutzen und weiter ausbauen. Damit zahlen wir dann auch massiv auf unser Versprechen Lifetime Partner zu sein ein.

Die Fragen stellte Schirin Dammjakob aus der Generali Intranet Redaktion