Der Mann für die großen Fälle – auch in Zeiten von Corona

Nach einem Brand oder Einbruch rückt er aus. Großschadenregulierer Frank Teer ist gefragt, wenn es um Schäden ab 50.000 Euro aufwärts geht. Mit der neuen Normalität arbeitet auch er viel im Home Office. Doch wenn es brennt, muss er an den Ort des Geschehens. Daran ändert auch Corona nichts. So wie nach dem Großbrand neulich in Prisdorf bei Hamburg.

Mehr als 100 Einsatzkräfte haben stundenlang gegen die Flammen auf der Golfanlage gekämpft. Der gut 600 Quadratmeter große Betriebshof wurde durch das Feuer komplett zerstört. Der Schaden: Insgesamt rund 3,5 Millionen Euro. Das ist enorm. So einen großen Fall hatte Frank Teer, der seit rund 40 Jahren in der Schadenabwicklung tätig ist, bislang noch nicht bei seinen Kunden erlebt.

„Man weiß nie, was einen vor Ort erwartet“
„Es ist immer spannend, man weiß nie, was einen erwartet, mit wem man es zu tun hat. Ich habe alles erlebt vom Sozialhilfeempfänger bis zum Generaldirektor. Geht es um einen Einbruch, ist selten die Existenz bedroht. Das ist beim Brand anders. Wenn man zu den Leuten kommt, sind die erstmal total überfordert, da laufen die Tränen. Da stehst du plötzlich vor dem Nichts.“

Mit großen Schadenfällen kennt sich Frank Teer aus. Seit 2007 arbeitet der gelernte Versicherungskaufmann für das Generali Deutschland Schadenmanagement und wird vorrangig zu Großschäden in Höhe ab 50.000 Euro aufwärts gerufen. Außer ihm sind in Deutschland noch fünf weitere Kollegen in Berlin, Tauberbischofsheim, Frankfurt und zwei in Nordrhein-Westfalen als Großschadenregulierer für die Generali in Deutschland unterwegs.

Brände nehmen auf Corona keine Rücksicht
„Als es mit Corona losging, habe ich manche Kunden angerufen und gesagt, ich komme nicht.“ Zu groß war die Sorge, sich zu infizieren. Frank Teer hat eine kranke Tochter, die in der Familie lebt und darf kein Risiko eingehen. Eine Lösung war gefragt: „Bei solchen Schäden muss man raus. Sie müssen den Leuten helfen, denn die wissen sich nicht zu helfen.“ Wer vor einem solchen Schaden steht, wie die Besitzer des Peiner Hofes, ist auf den Rat des Experten angewiesen.

Helfen, Ordnung in das Chaos zu bringen
Denn jetzt geht es darum, dem geschädigten Kunden einen Weg und die Möglichkeiten aufzuzeigen, wie er im Rahmen seines Versicherungsschutzes die Situation und sein Leben wieder in den Griff bekommt. „In Fällen wie diesem ziehe ich gleich einen Brandsanierer oder externen Sachverständigen hinzu, um weiteren Schaden zu vermeiden. Dazu kommen private Probleme: die Leute können da nicht mehr wohnen, wo sollen sie hin?“ Alles in allem rechnet Frank Teer damit, noch bis mindestens Ende dieses Jahres mit dem Großbrand auf der Golfanlage in Prisdorf beschäftigt zu sein. Und meist dauert es nicht lange, dann kommt der nächste Schadenfall. Das Ganze ist immer komplex: Es geht um Schadensermittlung, Bauwertberechnung, Wiederaufbau und Ertragsausfall.

Wenn am Ende wieder alles passt und der Kunde zufrieden ist, zeigt sich, was man als Lifetime Partner geleistet hat. Für seinen persönlichen Infektionsschutz hat Großschadenregulierer Frank Teer immerhin schon eine Lösung gefunden – eine Maske aus Plexiglas: „Damit sehe ich zwar aus, wie aus dem Raumschiff Enterprise, aber es funktioniert und zusammen mit den Handschuhen fühle ich mich sicher!“

Text: Birgid Schnorbusch-Lutz von der Generali Intranet-Redaktion