Hack it like Q! Mission Innovative

Von Hackern, die mit IoT mehr Smart in die Versicherung bringen

Stell Dir vor, Dein Handy sagt Dir, wenn Dein Rad geklaut wird oder die nächste Flutwelle anrollt. Und noch besser: Wo Dein Bike jetzt ist und was zu tun ist. Das ist keine Science Fiction, sondern Smart Insurance und entsteht, wenn Versicherung auf künstliche Intelligenz, Internet of Things und Data Analytics trifft. Was dabei rauskommen kann, haben die Hacker beim Smart Insurance Hack bei der BCX20 in Berlin, Europas größtem IoT Hackathon, mal wieder gezeigt. René Führer, Innovationsmanager bei der GDIS, war als Generali Hack-Coach und Jury-Mitglied dabei.

Was macht ein traditionsreicher Versicherer wie die Generali auf einem Hackathon?
Die Generali ist einer der innovativsten Player der Versicherungsbranche. Und das schafft man nur mit smarten Versicherungsprodukten. Diese setzen vor allem auf Assistance und Prävention. Also helfen dabei, dass Schäden gar nicht erst entstehen, weil sie zum Beispiel rechtzeitig vorwarnen, oder im Schadenfall unterstützen, den Ärger möglichst gering zu halten. Und zwar mithilfe von IoT, Datenanalyse und KI. Solche Lösungen entwickelst Du nicht auf Knopfdruck und schon gar nicht einsam am Schreibtisch. Dafür ist ein Hackathon genau das richtige Setting. Hier kommen begeisterte Hacker zusammen und geben knapp 30 Stunden lang Vollgas. Herauskommen meist coole neue Prototypen und Anregungen für neue Projekte. Für uns als Versicherer ist das natürlich eine ideale Plattform für neue Impulse und zum Netzwerken. Deswegen waren wir für die Generali jetzt das zweite Mal bei der BCX dabei.

Als Hacker-Coaches unterwegs: Stephan Weiss (l.), Stefan Schulz (r.) und René Führer (mitte)

Ihr wart im Generali Trio auf dem BCX20 unterwegs. Was habt Ihr da genau gemacht?
Die Generali war Partner der BCX20 und wir drei Hack-Coaches beim Smart Insurance Hacktrack. Zusätzlich war ich als Jury-Mitglied beim „Tech for Climate“-Hacktrack. Man muss sich die Hacker-Teams wie ein Mini-Start-up vorstellen: Das Team präsentiert den Investoren – in dem Fall der Jury – den Prototypen, den es während des Hacks entwickelt hat, um weitere Unterstützung zu gewinnen. Bei dem Hackathon-Format der BCX gibt es verschiedene Hacks zu den unterschiedlichsten Anwendungsgebieten. Wir drei Generali Kollegen haben den „Smart Insurance“-Track betreut und als Coaches die Teams unter anderem beim Use Case, Business-Tauglichkeits-Check oder bei der Vermarktung unterstützt. In der Jury bewertest Du dann die verschiedenen Prototypen mit Blick auf Kreativität, technische Raffinesse, Umsetzbarkeit und Markteinsatzfähigkeit. Da siehst Du dann, was alles schon geht!

Was habt Ihr vom Smart Insurance Hacktrack mitgenommen?
So einiges! Zum Beispiel, die vielen Use Cases, die wir speziell für den Hacktrack vorbereitet hatten, und den Input der Hacker-Teams dazu. Zum Beispiel in Sachen Prävention einen Sensor, der mithilfe von Bilderkennung und KI erkennt, ob ich mir entsprechend der WHO Vorgaben die Hände richtig wasche. Auf so einem Hackathon lernst Du nicht nur engagierte Hacker, die richtig viel drauf haben, kennen, sondern bekommst unheimlich viele neue Impulse. Hier schaust Du mal durch eine ganz andere Brille auf das, was die Menschen – also unsere Kunden – in ihrem Alltag an neuen Versicherungslösungen brauchen könnten. Ein Hackathon ist DIE Gelegenheit, sich als Entwickler, Analyst, Data Scientist oder Designer auszuprobieren, neue Technologien zu verproben und Ideen zu challengen.

Und was hat so ein Hackathon mit Deinem Job zu tun?
Eigentlich bin ich BI Lead Architect im Business Intelligence Competence Center. Ich war bei der Generali, genauer bei der Generali Informatik Services GmbH, schon immer an Innovationen und positiven Veränderungen interessiert. Daher unterstützte ich nun das Team „Digitalisierung & Innovation“. Vereinfacht ausgedrückt, bin ich hier Innovationsmanager mit dem entsprechenden Entwicklungs- und Beratungs-Background. Im Team schauen wir gemeinsam mit den Fachbereichen auf technische Entwicklungen und deren Potential, neue, innovative Produkte und Services zu ermöglichen. Wir schauen uns Ideen und Prototypen dahingehend an, welchen Mehrwert diese unseren Kunden bieten können, wo und wie wir die am besten einsetzen könnten. Und Inspirationen dazu bekommen wir unter anderem auf Hackathons – und zwar gleich mit dem Input von Hackern.

Du bist seit 8 Jahren bei der Generali und noch immer Feuer & Flamme. Wie machst Du das?
In den acht Jahren habe ich verschiedene Aufgaben übernommen, war aber immer im Bereich Innovation und IT-Beratung unterwegs, wo ich ursprünglich auch beruflich herkomme. So konnte ich in ganz unterschiedliche Bereiche des Konzerns reinschnuppern und viele Menschen kennenlernen. Und Innovationsmanagement in einem großen Konzern hat viel mit Kommunikation zu tun. Da musst Du nicht nur von einer Idee überzeugt sein, sondern auch einen langen Atem, Flexibilität und Mut beweisen, diese Idee zu verteidigen. Gerade diese Herausforderungen und diese Vielfalt gefallen mir in meinem Job bei der Generali besonders – sei es die Arbeit mit verschiedenen Kollegen an verschiedenen Standorten, die unterschiedlichen Bedürfnisse, für die wir Lösungen suchen, oder das immer wieder ge-challenged zu werden, das Problem und die Lösung aus einem ganz neuen Blickwinkel zu betrachten. Das hält ordentlich auf Trab und macht Spaß!

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Text: Susanne Gehrke