Wenn Austausch Funken sprüht und Frauen-Power freisetzt

Inspiration und Initialzündungen beim Women Mentoring Programm

Ein kluger Rat zur rechten Zeit kann Gold wert sein. Nicht selten verdanken auch erfolgreiche Persönlichkeiten ihrer Mentorin oder ihrem Mentor, in wegweisenden Momenten die richtige Entscheidung getroffen zu haben. In Unternehmen fördert Mentoring neben der (Karriere-) Entwicklung der Mentees auch den abteilungsübergreifenden Austausch. So können alle Beteiligten daran wachsen, wie die erste Ausgabe der Women Mentoring Programme bei der Generali gezeigt hat.

Wie genau, erzählt Susanne Schwenzer, die die Themen Vielfalt & Inklusion im deutschen Generali Konzern voranbringt. 

Was ist die Idee der Women Mentoring Programme und wie laufen die ab?
Mit den Programmen möchten wir mehr Kolleginnen ermutigen, in Führung zu gehen, und sie dabei individuell unterstützen. Die Programme fußen auf zwei Säulen: den Mentoring-Gesprächen und dem Netzwerk-Programm. Dabei bekommen die Mentees für ein Jahr einen Mentor oder eine Mentorin zur Seite, mit der oder dem sie sich regelmäßig über die Themen Führung und Karriere-Entwicklung austauschen. Dabei sind die Duos komplett frei, können aber natürlich auf die thematischen Anregungen und Tipps zurückgreifen, die wir bieten. Die andere Säule ist das begleitende Netzwerk-Programm: Hier gibt es Veranstaltungen mit Impulsvorträgen und Gelegenheit zum Networking. Schließlich ist das Netzwerk ein wichtiger Karrierefaktor. Ein Highlight in der ersten Runde war der Workshop mit Sabine Asgodom sowie ein Seminar zur Führungsmotivation für unsere Mentees in der Generali Akademie in Bensberg.  

Wie kann ein Mentoring Programm für Frauen in puncto gender balance helfen?
Indem wir das, was schon da ist, noch mehr stärken: die Motivation, in Führungspositionen zu gehen und nach weiter oben zu streben, ein konzernweites Netzwerk auf- und ausbauen, die eigene Sichtbarkeit im Konzern erhöhen und dafür eine Bühne zu bekommen. Wir haben das Programm für zwei Ebenen konzipiert: für Kolleginnen, die noch nicht in Führungspositionen sind, und für solche, die schon Führungsverantwortung haben. In dem Programm bekommen die Mentees nicht nur Raum und Zeit, sich mit dem Thema Führung intensiv zu beschäftigen, sondern auch Anregungen und das nötige Rüstzeug, die eigene Karriere zu voranzutreiben bzw. sich in Position zu bringen. Mit Erfolg! Aus der ersten Runde haben es einige Teilnehmerinnen schon eine Stufe höher geschafft oder konnten sich inhaltlich verändern.

Abgesehen von den Beförderungen der Kolleginnen, was macht den Erfolg der Programme aus?
Wichtig ist, dass alle von dem Austausch und Netzwerken profitieren – auch die MentorInnen. Die Generali in Deutschland ist extrem vielfältig – mit unterschiedlichen Versicherungssparten, Konzerngesellschaften und Job-Profilen an insgesamt 11 Standorten. Das Mentoring-Netzwerk bringt Kolleginnen und Kollegen zusammen, die sonst keine Berührungspunkte haben, und setzt so Synergien frei. Und das Feedback zeigt: Das dient nicht nur der eigenen Karriere und Zusammenarbeit, sondern macht auch einfach extrem viel Spaß.

Wenn das Netzwerken für die Karriere so elementar ist – wie funktioniert das aktuell, in Zeiten von Kontaktsperren?
Präsenzveranstaltungen wie in der Generali Vinothek oder Akademie können wir aktuell erst einmal nicht mehr durchführen. Daher haben wir für diesen Jahrgang viele virtuelle Formate entwickelt – zwar nicht auf der Generali Dachterrasse in München wie im letzten Jahr, aber anders und nicht weniger inspirierend. Schließlich birgt das „neue Normal“ auch Chancen: Wir schaffen aktuell viel mehr ortsunabhängige Kontaktmöglichkeiten, was dem Austausch in unserem Mentoring-Netzwerk unheimlich Auftrieb gibt.

Text: Susanne Gehrke