Frisch „ausgehackt“ vom Generali #WirVsVirus Team: my:coradar

Für die einen eine wirksame Antwort auf die Pandemie, für die anderen der digitale Arm von Big Brother: eine Corona Tracing App. Doch so lange die nicht entwickelt ist und funktioniert, bleibt alles graue Theorie. Also Butter bei die Fische und ran ans Werk, hat sich auch das #WirVsVirus Generali Team gedacht und einen Prototypen entwickelt, der im Einklang mit dem Datenschutz helfen soll, die weitere Ausbreitung des Corona-Virus einzudämmen.

Ein Team aus 14 engagierten Generali Kolleginnen und Kollegen hat privat bei dem weltweit wohl größten Hackathon #WirVsVirus mitgemacht. Von der Bundesregierung veranstaltet, stand dieser Hackathon ganz im Zeichen digitaler Lösungen für die durch die Corona-Epidemie entstandenen oder verschärften Herausforderungen an die Gesellschaft.

Das #WirVsVirus Generali Team hat an dem Wochenende vom 20.-22. März binnen 48 Stunden einen Prototypen für eine App entwickelt, die über Tracing die Infektionsketten frühzeitig unterbrechen und somit die Ausbreitung eindämmen soll.

my co:radar soll Anwender dabei unterstützen, ihre physischen Kontakte im Blick zu behalten und bei einer Infektion mit dem Virus SARS-CoV-2 sich und andere rechtzeitig zu informieren – anonym und im Einklang mit den in Deutschland geltenden Datenschutzrichtlinien.

Das Front-End der App haben übrigens die beiden Jüngsten des #WirVsVirus Generali Teams programmiert: Desirée Sybertz und Johannes Meissner, die bei der Generali in Aachen ihr Duales Studium für Angewandte Informatik abgeschlossen haben und seitdem bei der Generali Informatik Services im Bereich Web-Entwicklung arbeiten und ihre Ideen einbringen.

Bei dem #WirVsVirus Hackathon waren sie gemeinsam mit den anderen 12 Generali Hackern in rein privater Mission unterwegs. Was sie dabei antreibt, steht in ihrem Mission Statement:

Die Idee dahinter
my co:radar ermittelt über eindeutige Kennungen von Smartphones, ob sich ein Anwender gemäß den Richtwerten des Robert-Koch-Instituts (RKI) zu lange und zu dicht bei einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person aufgehalten hat. Also ob man beispielsweise der Mindestabstand von zwei Metern zu anderen Personen ein- und sich nicht länger als 15 Minuten in der Nähe von infizierten Personen aufhält, weil sonst nach aktuellen Erkenntnissen Ansteckungsgefahr besteht.

Technische Umsetzung
Mit my co:radar werden von dem eigenen Gerät alle Geräte in der Umgebung, die ebenfalls die App installiert haben, protokolliert. Die IDs werden ermittelt und als anonyme Information gespeichert. Von einem zentralen Server-Dienst werden Geräte-IDs von positiv getesteten Nutzern gelesen und der Anwender wird vor einer potentiellen Ansteckung gewarnt, um so die Infektionskette zu unterbrechen. Wird eine ID erst zu einem späteren Zeitpunkt als infektiös markiert, werden alle früher mit dieser ID in Kontakt stehenden Anwender informiert. Diese Information erfolgt durch eine client-seitige Synchronisierung der Liste mit der als infektiös bekannten IDs. Meldet ein Anwender sich selber als infektiös, wird seine anonyme ID an den Server übertragen und alle mit ihm in Kontakt gestandenen Anwender über den zuvor beschriebenen Mechanismus informiert.

Wie es weitergeht:
Wie bei einem Hackathon üblich, werden alle Ideen am Ende der Jury präsentiert. Da das RKI und das PEPP-PT selbst an einer Tracing-App arbeiten, unterstützt das #WirVsVirus Generali Team gemeinsam mit anderen App-Teams im Rahmen der Koalition https://tcn-coalition.org/ diese Initiativen.
Alle Infos zu dem Projekt gibt es auf der neuen Webseite, die die Kollegen eigens dafür programmiert haben: http://www.mycoradar.de/. Stay tuned.

Wir drücken die Daumen und ziehen den Hut – vor so viel Engagement und Tech-Expertise!

Du interessierst Dich für eine Ausbildung oder ein Studium im IT-Bereich bei der Generali? Hier geht’s zu unseren Ausbildungsmöglichkeiten: https://www.generali.de/deine-zukunft/

Alle freien Stellen im Bereich IT und Entwicklung stehen in der Generali Jobbörse.

Text: Susanne Gehrke