Wir für andere mit dem Human Safety Net

„Live the Community“ ist einer unserer Unternehmenswerte. Dass das für die Generali mehr als nur eine Phrase ist, beweist die Initiative „The Human Safety Net“ (THSN) einmal mehr. Christoph Zeckra, Projektleiter von „The Human Safety Net for Refugee Start-ups”, hat uns mehr dazu erzählt.

GDAG-Chef Giovanni Liverani im Gespräch mit einem Gründer während des Projekt-Kick-Offs in Berlin.

Lieber Christoph, können Sie uns etwas über Ihren Werdegang erzählen?

Ich habe Wirtschaftswissenschaften und Psychologie studiert und bin dann in der Personalentwicklung bei Boehringer Ingelheim eingestiegen. Danach war ich unter anderem im Eon-und Evonik-Konzern und in der BMW Group tätig. 2002 übernahm ich schließlich die Personalleitung der deutschen Generali, wo ich meine Leidenschaft für Personal- und Managemententwicklung, für Personalmarketing und Changemanagement weiter verfolgen konnte. Im Zuge einer Jobrotation bin ich in den Zukunftsfonds gewechselt, der in dem weltweit tätigen Human Safety Net aufgegangen ist. Als Projektleiter bin ich jetzt seit Dezember 2016 für die Konzeption und Einführung des Projekts „The Human Safety Net for Refugee Start-ups“ in Deutschland verantwortlich.

Erzählen Sie uns doch etwas über das THSN und das Projekt, für welches Sie die Projektleitung übernommen haben.

Das große Ziel des THSN ist es, Menschen in schwierigen Situationen Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten. Das Human Safety Net unterstützt sie dabei, ihre Talente bestmöglich zu nutzen und neue Chancen wahrzunehmen – gemeinsam mit Kunden, Mitarbeitern und Geschäftspartnern. The Human Safety Net hat drei Förderschwerpunkte, basierend auf einem weltweiten „Call for Ideas“ unter den Mitarbeitern. THSN for Families verhindert, dass aus benachteiligten Kindern arme Erwachsene werden, indem bildungsferne Eltern durch kompetente Trainer und Berater begleitet werden. THSN for Newborns rettet Säuglinge vor Asphyxia (Sauerstoffmangel) durch Aufklärung und Therapie.

THSN for Refugee Start-Ups ermöglicht Flüchtlingen, erfolgreiche Unternehmer zu werden, eine eigene Existenz in ihrem neuen Heimatland aufzubauen und so gesellschaftlich teilzuhaben. Dazu haben wir zusammen mit unserem NGO-Partner „Social Impact Lab“ in München einen Hotspot für geflüchtete Gründer etabliert, wo wir im Jahr mit ca. 300 Geflüchteten arbeiten. Unser Anspruch ist es, motivierten Geflüchteten ein Netzwerk aus Gründern, Trainern, Coaches, Experten und Wege zu finanziellen Mitteln zu bieten, und sie so in acht bis zwölf Monaten zur erfolgreichen Gründung zu führen. Die Integration geflüchteter Menschen in unsere Gesellschaft ist eine Herkulesaufgabe, ihre erfolgreiche Bewältigung die Reifeprüfung für unsere Gesellschaft. Ich finde es beeindruckend, dass wir uns als Konzern trotz eines herausfordernden Transformationsprozesses dieser Aufgabe stellen.

Warum halten Sie Ihr Projekt für besonders wichtig und förderungswürdig?

Ohne Arbeit ist es sehr schwer, sich gesellschaftlich zu integrieren. Die bisherige Vermittlung Geflüchteter in ein abhängiges Arbeitsverhältnis ist noch wenig erfolgreich. Unsere „neuen Nachbarn“ kommen aber mit hoher Motivation, ausgeprägtem Willen, etwas aufzubauen und einem bemerkenswertem Durchhaltevermögen zu uns. Außerhalb der formalen Kompetenzen verfügen sie also über wichtige non-formale Kompetenzen. Sie bringen in einem hohen Maße Selbstständigkeitserfahrungen mit. 10-15 Prozent der Geflüchteten haben Interesse an einer Unternehmensgründung. Mehr als 20 Prozent der Neugründungen in Deutschland erfolgen mittlerweile durch Menschen mit Migrationshintergrund. Hier sehen wir also ein bemerkenswertes Potenzial, durch die Hinführung zur Selbstständigkeit einen Beitrag zur Integration in unsere Arbeitswelt zu leisten.

Lieber Christoph, vielen Dank für das nette Gespräch und alles Gute für THSN!

Name: Christoph Zeckra

Aktuelle Position: Verantwortlicher Projektleiter Deutschland im Rahmen der weltweiten gesellschaftlichen Aktivitäten (Human Safety Net) für „The Human Safety Net for Refugee Start-Ups“

Ausbildung/Studium: Wirtschaftswissenschaften und Psychologie

In meiner viel zu knappen Freizeit… mag ich die französische Kultur, gutes Essen und guten Rotwein, Lions Club (Präsident), Tiere, Sport

Meine Lieblingssongs: Am Fenster von City und Brick in the Wall von Pink Floyd

Berufswunsch als Kind: Architekt oder Trainer

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