Stress? – „Et hätt noch immer jot jejange“

Im Rahmen unseres Studentenförderprogramms GO! bieten wir den Studentinnen und Studenten einen tiefen Einblick in den Praxisalltag des Konzerns und fördern ihr Talent beispielsweise mit Workshops, Entwicklungsgesprächen und Seminaren. Von Tobias Meuser und Lena Schaumlöffel wollte ich wissen, wie ihr letztes Seminar zum Thema Stressmanagement mit Trainerin Claudia Weis verlaufen ist.

Liebe Lena, lieber Tobias, was war das Ziel des Seminars?

StudierendenFrau Weis hat mit uns erarbeitet, wie wir es schaffen, in einem immer anspruchsvolleren Umfeld stets gesund und leistungsfähig zu bleiben. Dazu starteten wir mit der Frage, was bei uns selber Stress hervorruft und wie wir ebendiesen erkennen können. Die Antworten fielen sehr individuell aus, waren jedoch geprägt von für uns Studenten typischen Lern- und Prüfungssituationen. Aber auch der Streit mit dem Partner / der Partnerin oder Freunden kann Stress hervorrufen. Typische Merkmale, um Stress zu erkennen, sind leichte Reizbarkeit, Verspannungen, Kopfschmerzen und Schweißausbrüche.

Wie geht man mit solchen Stresserscheinungen um?

Frau Weis gab uns einige aufschlussreiche, theoretische Modelle an die Hand, um zu verstehen, was „Stress“ eigentlich bedeutet und wieso er uns so zu schaffen macht. Wir arbeiteten dann gemeinsam heraus, welche Ressourcen und persönlichen Stärken uns darin unterstützen, stressige Situationen zu meistern. Hier sind natürlich Familie, Freunde und Sport essenziell. Aber nicht zuletzt empfanden viele hier auch die kölsche Lebensphilosophie „Et hätt noch immer jot jejange“ als überaus hilfreich. Aus den bewusst gewordenen „Tankstellen“ für unser psychisches Immunsystem entwickelten wir dann individuelle Gesundheitsstrategien.

Habt ihr konkrete Tipps für Kolleginnen und Kollegen, um im Alltag besser mit Stress umzugehen?

StudierendeWir haben kurzfristige praktische Entspannungstechniken aus dem Tai Chi und die Technik des „sicheren Orts“ kennenlernen dürfen. Diese Techniken können in akuten Stresssituationen bewusst eingesetzt werden, um Spannungen abzubauen. In Stresssituationen, wie zum Beispiel beim Präsentieren vor mehren Personen, stellte es sich als besonders hilfreich heraus, einfach mal tief Durchzuatmen. Auch ein fester Stand, mit beiden Füßen auf dem Boden kann bei der Stressbewältigung helfen.

Kann man Stresssituationen auch vorbeugen?

Was einer einzelnen Person letztendlich am besten bei der Vorbeugung hilft, ist wieder höchst individuell. Allerdings helfen die Ausübung von jeglichen Hobbies, oder das einfache Abschalten in der Anwesenheit von Freunden oder Familie oftmals um sich wieder zu erholen und somit Stress vorzubeugen. Zusätzlich ist es beispielsweise auf der Arbeit sehr wichtig, genügend kleinere Pausen einzuplanen und durchzuführen. Dabei ist es auch hilfreich, seine eigene Leistungskurve zu kennen und sich dementsprechend danach zu richten.

Hört sich nach einer spannenden Veranstaltung an. Vielen Dank für das Interview und die Tipps. Eine stressfreie Woche euch beiden 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.