Alles Rechtens im Referendariat –Teil II

Unsere Abteilung Konzernrecht sucht regelmäßig Referendare. Heute berichtet Jan Kielwein, ehemaliger Referendar und aktuell wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Konzern-Recht in der Generali Deutschland Holding, über sein Referendariat und seine aktuelle Tätigkeit.

Herr Kielwein, was ist Ihre aktuelle Funktion ?
Aktuell bin ich als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Konzern-Recht tätig. Davor habe ich dort für 3 Monate als Referendar im Rahmen meiner Anwaltsstation gearbeitet.

Was haben Sie studiert?
Studiert habe ich Rechtswissenschaften an der Uni Heidelberg und der Uni Köln mit den Schwerpunkten Arbeits- und Sozialrecht.

Warum haben Sie sich für die Anwaltsstation im Unternehmen entschieden?
Mich hat nach der Arbeit in einer Großkanzlei die „andere Seite“, die Perspektive des Unternehmens, interessiert. Es war mir wichtig, Einblicke in die unterschiedlichen Berufsfelder zu gewinnen, um ein Gefühl für die spätere Berufswahl zu bekommen. Im Unterschied zur Kanzlei kann man im Unternehmen den vollständigen Prozess oder ein Projekt von Anfang an begleiten und bekommt die Zusammenhänge und Hintergründe sowie die Umsetzung der Rechtsfragen intensiver mit.

Jan Kielwein, ehemaliger Referendar und aktuell wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Konzernrechtsabteilung
Jan Kielwein, ehemaliger Referendar und aktuell wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Konzernrechtsabteilung

Was sind Ihre Aufgaben?
Aufgaben können aus nahezu allen Bereichen des Wirtschaftsrechts kommen. Beispielsweise habe ich an Teilen der Umsetzung aktueller gesetzlicher Änderungen zum Mindestlohn gearbeitet. Darüber hinaus habe ich mich unter anderem mit Rechtsfragen im Zusammenhang mit arbeits- und datenschutzrechtlichen Projekten oder der Erstellung von Muster-Vertragswerken beschäftigt. Die Themen sind sehr vielfältig und interessant!

Was finden sie spannend an der Arbeit als Jurist im Unternehmen?
Der Praxisbezug ist sehr hoch. Von der Uni kennt man eine sehr wissenschaftliche Herangehensweise – in der Praxis geht es auch darum, praktikable und schnelle Lösungen zu finden. Und es ist wichtig, wirtschaftliche Aspekte zu beachten. Es ist spannend, die verschiedenen Handlungsalternativen gegeneinander abzuwägen und dabei die jeweiligen Risiken abzuschätzen.

Braucht man denn betriebswirtschaftliches Fachwissen, um im Unternehmen als Jurist tätig zu sein?
Eine spezifische Ausbildung oder tiefgehende Kenntnisse sind nicht notwendig, man muss jedoch die wirtschaftliche Komponente im Auge behalten, sich neben der juristischen auch eine gewisse unternehmerische Denkweise angewöhnen. Ich persönlich denke, dass betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse auch nicht schaden, weshalb ich aktuell nebenbei noch Wirtschaftsrecht im Master studiere.

Was gefällt Ihnen neben Ihren Aufgaben besonders an Ihrer Tätigkeit in der Abteilung Konzern-Recht?
Das Team! Die Kollegen sind sehr nett und hilfsbereit. Ich habe von Beginn an intensive Einblicke in die verschiedenen Themenbereiche bekommen und konnte und kann immer noch sehr viel lernen.

Herr Kielwein, vielen Dank für das Gespräch!

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