Generali — Praktisch Gut! Heute im Enterprise Risk Management

Ohne Mathematiker wäre eine Versicherung keine Versicherung. Was für manche trocken klingt, grenzt eigentlich fast an Magie—schließlich versuchen die Kollegen im Enterprise Risk Management die Zukunft vorauszusagen. Wir wollten mehr darüber erfahren und haben mit Nicola Barraco gesprochen, der ein Praktikum im Enterprise Risk Management gemacht hat und dort jetzt seine Masterarbeit schreibt.

Lieber Nicola, wie bist du zur Generali gekommen?

Generali war mir als Italiener natürlich bekannt. Richtig aufmerksam darauf geworden bin ich allerdings beim WIMA-Kongress, einer Jobmesse in Ulm, wo ich studiere. Dort hatte ich ein interessantes Gespräch mit einem heutigen Kollegen am Generali-Stand. Daraufhin habe ich mich bei Generali für ein Praktikum beworben und im Vorstellungsgespräch abgeklärt, dass ich hier meine Masterarbeit schreiben kann. Das war natürlich toll für mich, eines der wenigen deutschen Unternehmen, wo man punkten kann, wenn man Italienisch spricht.

Nicola_BusinessWas macht man im Enterprise Risk Management?

Ich habe mein Praktikum im Bereich Life Health Modeling absolviert. Dort wird versucht, durch stochastische Unternehmensmodelle (in Verbindung mit der sogenannten LSMC Methode) die zukünftige Entwicklung von Unternehmen vorherzusagen, um Aussagen über die Höhe des vorzuhaltenden Risikokapitals beim Auftreten bestimmter Ereignisse treffen zu können. Dafür müssen sehr viele Risikofaktoren betrachtet werden, wie z.B. Zinsen, Sterblichkeit, usw… Am Ende muss die Solvenzquote der Konzernunternehmen berechnet werden.

Schreibst du zu diesem Thema auch deine Abschlussarbeit?

Mein Praktikum und die Masterarbeit sind direkt verknüpft. Ich untersuche darin den Fehler, der bei der Berechnung der Solvenzquote durch LSMC Modelle zwangsläufig gemacht wird und natürlich so gering wie möglich sein soll. Ich überprüfe, ob er in Abhängigkeit von bestimmten Faktoren überhaupt quantifizierbar ist.

Was genau waren deine Aufgaben?

Im Laufe des Praktikums habe ich beispielsweise mit dem stochastischen Modell Berechnungen durchgeführt, Software zur Datenverarbeitung implementiert und getestet und ab und zu auch Dokumentationen geschrieben. Außerdem war ich an einem Projekt in Zusammenarbeit mit den italienischen Kollegen beteiligt.

Was macht dir an deiner Arbeit besonders viel Spaß?

Ich finde, dass wir sehr interessante Fragestellungen bearbeiten. Anders als in der Uni wissen wir ja oft gar nicht, ob es überhaupt eine Antwort gibt. Dadurch hat man mehr Freiheit und Problem Solving Fähigkeiten erhalten einen sehr hohen Stellenwert. Außerdem ist es schön, sein theoretisches Wissen endlich auch mal praktisch anwenden zu können. Wenn man etwas programmiert und das dann auch konkret genutzt wird, macht das einfach Spaß. Natürlich tragen dazu in großen Teilen die Arbeit mit meinem Team und unsere Diskussionen bei. Ich habe sehr kompetente Kollegen, von denen ich viel lerne.

Lieber Nicola, ich wünsche dir noch alles Gute für deine Thesis und deine restliche Zeit hier bei Generali. Herzlichen Dank für das Gespräch!

Name: Nicola Barraco
Aktuelle Position: Masterthesis im Bereich Enterprise Risk Management
Ausbildung/Studium: Master in Wirtschaftsphysik in Ulm
In meiner Freizeit… mache ich gerne Sport und bereise die Welt
Ein Mensch, den ich bewundere… Gianluigi Buffon
Berufswunsch als Kind: Busfahrer—ich mochte das Risiko schon immer 😉