Generali goes International – Zwei Jahre als Expat in Italien

„Viele Wege führen nach Rom“ heißt es sprichwörtlich. Für die Generali in Deutschland führen hingegen viele Wege nach Triest und Mailand. Immer mehr Mitarbeiter nutzen die Möglichkeit, sich im Rahmen unserer International Mobility für eine befristete Entsendung in das Global Head Office (GHO) nach Italien zu entscheiden, so auch Angelika Paul. Frau Paul war für zwei Jahre als Expat in Italien tätig und hat sowohl in Triest als auch in Mailand gelebt und gearbeitet. Seit Oktober letzten Jahres ist Frau Paul wieder zurück in Deutschland und berichtet heute von ihrer Auslandserfahrung.

Angelika PaulWie kam es zu der Entscheidung, zwei Jahre im Head Office in Italien zu arbeiten?

Ich hatte schon immer den Wunsch, für eine Weile im Ausland berufliche Erfahrungen zu sammeln. Daher war ich vom International Mobility Programm sofort begeistert. Die offene Stelle passte perfekt zu meinem Profil. Dazu noch die Gelegenheit zu erhalten, im Head Office zu arbeiten, das unseren Arbeitsalltag im Konzernunternehmen prägt, hat mich vollends überzeugt. Nach dem „Ja“ aus Italien habe ich auf Empfehlung meines Vorgesetzten noch eine Nacht darüber geschlafen und zugesagt.

Welche Aufgaben haben Sie vor Ort übernommen?

Im Bereich Group Compliance war ich vorwiegend mit der Planung, Betreuung, Koordination und Auswertung von Compliance Risiko-Analysen beschäftigt, die weltweit in den Versicherungsunternehmen unserer Gruppe durchgeführt werden. Compliance Risiko-Analysen haben zum Ziel, herauszufinden, wie hoch in unseren Prozessen das Risiko ist, dass wir Sanktionen, finanzielle Verluste oder einen Reputationsschaden erleiden, wenn wir rechtliche Bestimmungen nicht einhalten. Daraufhin können gezielt Maßnahmen ergriffen werden, um das Risiko zu mindern. Mein Jurastudium und meine Erfahrungen im Bereich Risikomanagement kamen mir hier sehr zugute.

„Aller Anfang ist schwer“, oder nicht?

Eigentlich nicht. Natürlich wollte die eine oder andere Hürde überwunden werden, wie etwa die Anmeldung des Wohnsitzes inklusive Sprachbarrieren und unangekündigter polizeilicher Überprüfung vor Ort. Dank der Unterstützung meiner italienischen Kolleginnen und Kollegen und des Erfahrungsaustauschs mit anderen Expats, konnte ich letztlich alles meistern. In einem interkulturellen Workshop habe ich gelernt, dass die Anfangszeit, in der man alles durch die rosarote Brille sieht, „Honeymoon-Phase“ heißt. In die darauf häufig folgende „Sauerkraut-Phase“ bin ich nicht wirklich gekommen. Dafür war die Zeit in Italien einfach zu bunt und abwechslungsreich.

Was nehmen Sie aus Ihrer Zeit in Mailand und Triest mit?

Ich hatte das Glück, sowohl in Triest als auch in Mailand zu leben, zwei sehr unterschiedliche Städte, die das Multi-Kulturelle verbindet. In beiden habe ich mit Menschen aus vielen verschiedenen Ländern erfolgreich zusammengearbeitet und viele Freundschaften geschlossen. Die kulturelle Vielfalt war für mich in dieser Form neu und ich habe sie sehr genossen. Ich nehme darüber hinaus die Gewissheit mit, dass ich mit den Herausforderungen wachse. Im Gepäck habe ich unter anderem auch vertiefte fachliche Fertigkeiten und Kenntnisse der Arbeitsweise im Head Office, sowie grundlegende Italienisch-Kenntnisse.

Was hat sich nach Ihrer Station in Italien verändert?

Im Anschluss an die Entsendungszeit bin ich von der Badenia, Abteilung Qualität, Kredit, Risikomanagement, ins Compliance-Team der Generali Deutschland AG gewechselt. In meinem neuen Aufgabengebiet kann ich direkt an meine Tätigkeit im GHO anknüpfen. Ich halte Compliance für eine häufig unterschätzte, aber sehr wichtige Funktion in unserem Unternehmen und bin sehr froh, ein Teil dieses Teams zu sein.

Vielen Dank für das Interview, Frau Paul.

Steckbrief:

In der Generali Deutschland seit: September 2007
Aktuelles Konzernunternehmen und Funktion: Generali Deutschland AG, Compliance Mitarbeiterin
Ein Mensch, den ich bewundere: … ist integer, tolerant und hilfsbereit.
In meiner Freizeit: Reisen, Tennis, Malen