Generali – praktisch gut! Heute: Local Investment Management

Matthias Alers ist seit dem 1. März 2015 Praktikant in der Abteilung Local Investment Management bei der Generali Deutschland Holding AG. Im Gespräch haben Matthias und ich festgestellt, dass wir fast zeitgleich an derselben Uni BWL studiert haben. Trotz gleicher Grundvoraussetzungen habe ich im Gegensatz zu Matthias meine Kenntnisse im Finanzwesen nicht weiter vertieft, so dass ich mir schwer vorstellen konnte, was Matthias im Local Investment Management macht. Er hat mir seine Aufgaben aber mit so viel Geduld erklärt, dass sogar ich sie am Ende des Gesprächs verstanden habe!

Matthias, was hast du studiert?

Ich habe zunächst BWL mit dem Schwerpunkt Finance an der Uni Köln studiert und daran den Master in Economics angeschlossen. Während des Masters habe ich ein Auslandssemester an der ICADE Madrid absolviert, wo ich auch mein Nebenfach „Special Aspects of Economics“ abgeschlossen habe.

Wie bist du zu dem Praktikum bei der Generali Deutschland Holding AG gekommen?

Datei 01.06.15 14 07 16Viele finden es untypisch nach einem abgeschlossenen Masterstudium noch ein Praktikum zu machen. Für mich ist es hilfreich, um die Zeit bis zum Berufseinstieg sinnvoll zu überbrücken. Durch meinen Studienschwerpunkt und meinen Wunsch, zukünftig im Finanzsektor zu arbeiten, lag es nah, in diesem Bereich auch ein Praktikum zu machen. So bin ich zur Abteilung Local Investment Management bei der Generali Deutschland Holding gekommen.

Womit beschäftigt sich die Abteilung Local Investment Management?

Das Local Investment Management ist in drei Bereiche eingeteilt: Zum einen das Asset Liability Management und die Strategische Asset Allokation, welche sich primär mit der Entwicklung der mittel- bis langfristigen Kapitalanlagestrategien für die Personenversicherungsgesellschaften beschäftigt. Den zweiten Bereich bildet die Portfolio Implementation, die für die Umsetzung dieser Strategien zuständig ist und deren Mitarbeiter auch als Berater der Mandate dienen. Und drittens der Bereich Investment Reporting & Controlling, der unter anderem Informationen für Ist- und Sollplanung zur Verfügung stellt und für das Berichtwesen zuständig ist.

Kannst du mir hierzu nochmal die genauen Hintergründe erklären?

Die Einzahlungen, welche wir von dem Versicherungsnehmern für die Versicherungsleistung erhalten, werden von uns am Kapitalmarkt angelegt. Das Anlageportfolio besteht dabei aus Anleihen und Aktien. Ein wichtiger Bestandteil bei der Anlage ist die Berücksichtigung von Risiko und Rendite. Wer eine höhere Rendite für sein Portfolio verlangt, muss bereit sein dafür ein höheres Risiko einzugehen. Da die Risikopräferenzen teilweise sehr unterschiedlich sind, stellen wir verschiedene Risiko-Renditen-Profile zusammen, die den Mandanten bei der Entscheidungsfindung helfen.

Hast du als Praktikant bereits einen eigenen Verantwortungsbereich?

Im Laufe des Praktikums habe ich immer verantwortungsvollere Aufgaben erhalten. Aktuell arbeite ich eigenverantwortlich an einem Projekt im Bereich Pensionsfonds. Hier führe ich mit einem speziellen Programm Kapitalmarktszenarioanalysen durch, um zum Beispiel den Total Return von Anleihen und Aktien-Indices zu prognostizieren. Der Total Return ist einfach gesagt eine Kennzahl, die angibt wie viel man mit einem Wertpapier verdient. Die Analyse ist ziemlich umfangreich und es muss regelmäßig mit dem Mandanten Rücksprache gehalten werden.

Ist für dein Praktikum das Fachwissen aus dem Studium relevant?

Ich brauche auf jeden Fall das finanzmathematische Hintergrundwissen, um die Arbeitsabläufe richtig zu verstehen. Durch die Theorie aus dem Studium habe ich bereits ein Grundverständnis für volkswirtschaftliche Zusammenhänge und kenne einige Abläufe auf dem Kapitalmarkt. Beispielsweise haben wir an der Uni die Portfoliotheorie von Markowitz durchgenommen, die in der Arbeit angewendet wird.

Was macht dir an deiner Arbeit Spaß?

Mir gefällt vor allem der Bezug der Arbeit zum gesamten volkswirtschaftlichen Geschehen. Damit meine ich, dass sich meine Tätigkeit nicht nur auf das Unternehmen begrenzt, sondern dass weltwirtschaftliche Ereignisse wie die Finanzkrise die eigene Arbeit beeinflussen. Außerdem habe ich Spaß an analytischen Aufgaben und schätze an der Arbeit, dass sie einer klaren Methodik unterliegt. Hinzu kommt natürlich mein ganz persönliches Interesse für den Kapitalmarkt.

Vielen Dank, Matthias, für das interessante Gespräch!