“Azudenten Büro“ – Kein Büro für Fabelwesen sondern fabelhaft!

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Bereits im letzten Jahr haben wir Ralf Hornung und Evelyn Hortt bei der Central Krankenversicherung besucht und über das VKS-Junior-Projekt berichtet. Das Projekt ist so erfolgreich verlaufen, dass die Verantwortlichen für die Erstausbildung bei der Central ein weiteres Projekt auf den Weg gebracht haben. Das „Azudenten Büro“ ist kein Raum aus der Fantasiewelt, sondern bietet eine Plattform für die ausbildungsintegrierten Studenten der Central.

Herr Hornung, wie sind Sie auf die Idee gekommen, das „Azudenten Büro“ einzurichten?

Wir haben bei unseren VKS- Junior Teilnehmern eine tolle Entwicklung erkannt. Unsere Azubis waren stolz, dass sie selbst Verantwortung übernehmen konnten und sie haben mit hoher Begeisterung an dem Projekt teilgenommen. Durch diese positive Erfahrung war schnell die Idee geboren, für unsere Azudenten ein ähnliches Projekt anzubieten. Wir haben uns für unsere Azudenten einen Raum vorgestellt, in dem sie die Möglichkeit haben, abteilungsübergreifende Projekte selbstständig zu planen, organisieren und durchzuführen. So ist das „Azudenten Büro“ entstanden.

Wer ist Teil des „Azudenten Büros“?

Unsere Azudenten aus dem 3. Ausbildungsjahr waren sofort von dem Projekt begeistert und bereits in der Planungsphase stark eingebunden. Begleitet wurden Brian, Julia, Sina und Nadine während des Projektzeitraums von einem Projektleiter, der ihnen mit wichtigen Tipps als Mentor zur Seite stand.

Wie ist das Projekt verlaufen?

Bereits vor Projektstart konnten unsere Azudenten die Abteilungen Betriebsorganisation und Gesundheitsmanagement dafür begeistern, jeweils ein internes Projekt zu übernehmen. In einer Kick-Off Veranstaltung zum Auftakt im Dezember haben die Azudenten zunächst die Projektphasen, Meilensteine und Ziele vorgestellt bevor es dann an die intensive Projektarbeit ging.

In der Betriebsorganisation war das „Azudenten Büro“ beispielsweise für ein Projekt im Bereich kontinuierliche Prozessverbesserung verantwortlich und hat erarbeitet, wie sich Ideen von Mitarbeitern im Konzern leichter einbringen und verarbeiten lassen können. Am Ende der viermonatigen Projektzeit im März haben Brian, Julia, Sina und Nadine ihre Ergebnisse vor allen Ansprechpartnern und Mitwirkenden des Projekts präsentiert. Das Publikum war sowohl von der Präsentation als auch von dem Projekt so begeistert, dass es in der Nachbesprechung um die zeitnahe Umsetzung ihrer Ideen ging.

Was waren besondere Herausforderungen für die Azudenten?

Die Azudenten waren für die Steuerung ihres Projekts komplett eigenverantwortlich. Sie haben damit ein Stück weit den geschützten Raum der Ausbildung verlassen und wurden mit Situationen aus dem echten Arbeitsleben konfrontiert, in denen es nicht immer läuft, wie ursprünglich geplant. Dazu gehörte auch, dass sie ihre eigenen Meinungen und Vorschläge vor Kollegen und Führungskräften vertreten mussten – für einige eine noch ungewohnte Situation.

Welche Vorteile sehen Sie in dem Projekt für die Teilnehmer?

Zum einen haben die Teilnehmer sich fachlich weiterentwickelt, da Sie anhand eines realen Projekts wichtige Erfahrungen im konzeptionellen Arbeiten sammeln konnten. Zum anderen haben sie ihre persönlichen Kompetenzen stark weiterentwickelt. Die Projektarbeit war geprägt von großem Verantwortungsbewusstsein und Selbständigkeit eines jeden Teilnehmers. Durch den Austausch mit Führungskräften und Mitarbeitern aus verschiedenen Abteilungen hat sich nicht nur ihre Kommunikationsfähigkeit verbessert, sondern die Teilnehmer konnten auch ihr Netzwerk innerhalb der Central ausbauen.

Wie wird es mit dem „Azudenten Büro“ weitergehen?

Das „Azudenten Büro“ ist nun erfolgreich als Pilot-Projekt gestartet und wir möchten es natürlich gerne fortführen. Sobald die nachfolgenden Azudenten im Dezember das 3. Ausbildungsjahr erreicht haben, soll es in die 2. Runde gehen.

Darüber hinaus möchten wir uns mit dem Projekt „Azudenten Büro“ in diesem Jahr für den InnoWard Bildungspreis bewerben, der jedes Jahr von dem Bildungsnetzwerk Versicherungswirtschaft für innovative Ideen in der Erstausbildung verliehen wird.

Dafür drücken wir natürlich ganz fest die Daumen! Vielen Dank für das nette Gespräch und weiterhin alles Gute für das tolle Projekt!