Initiative Joblinge: Gemeinsam gegen Jugendarbeitslosigkeit

Max Peters im Dialog mit Christoph Zeckra, Leiter des Generali Zukunftsfonds

Über 10% der jungen Erwachsenen finden keinen Einstieg in eine Berufsausbildung. Dank des systematischen Engagements von Akteuren aus Wirtschaft, Staat und Gesellschaft konnte JOBLINGE ein herausragend effektives Unterstützungsprogramm aufbauen. 65% der Teilnehmer gelingt die Aufnahme in ungeförderte Ausbildung oder Arbeit. JOBLINGE wurde initiiert von The Boston Consulting Group und der Eberhard von Kuenheim Stiftung der BMW AG.

Die Generali Deutschland Holding AG unterstützt die Initiative JOBLINGE am Standort Köln. Christoph Zeckra, Gesamtverantwortlicher des Generali Zukunftsfonds, baute die erste Brücke zwischen der Generali Deutschland und der Initiative und ist überzeugter Unterstützer des Konzeptes. Ich, Max Peters, startete im Rahmen des Konzerntraineeprogramms der Generali Deutschland Gruppe mein Engagement bei JOBLINGE. Mit Christoph Zeckra habe ich mich über unsere ersten Erfahrungen, die wir beide mit der Initiative gemacht haben, ausgetauscht.

 

Christoph Zeckra, Gesamtverantwortlicher des Generali Zukunftsfonds

Christoph Zeckra, Gesamtverantwortlicher des Generali Zukunftsfonds und Initiator der Zusammenarbeit mit JOBLINGE

Max Peters: JOBLINGE unterstützt junge Menschen auf Ihrem Weg zu einem ungeförderten Ausbildungsplatz. Was haben Sie gedacht, als Sie das erste Mal von Initiative gehört haben?

Christoph Zeckra: Am Anfang stand erst einmal ein Fragezeichen. Was verbirgt sich hinter der Initiative? Nach ersten Berührungspunkten war ich von der Idee und Zielsetzung direkt überzeugt: für den Arbeitsmarkt schwer vermittelbare Jugendliche auf ihrem Weg zu einer festen Ausbildungsstelle zu begleiten. Ich hatte direkt Lust mitzumachen!

Max Peters: Man merkt, dass Ihnen die Initiative am Herzen liegt.

Christoph Zeckra: Das stimmt. Ich finde den Ansatz richtig, dass man gesellschaftliche Probleme nur gesamtgesellschaftlich lösen kann. Dies entspricht ganz meinem Verständnis. Umso mehr unterstütze ich die Erweiterung der Initiative auf weitere Standorte in Deutschland. Gute Ideen soll man schließlich verbreiten. Das Social Franchise System der Initiative macht es leicht. Gleichzeitig versuche ich auch im Unternehmen Mitarbeiter für soziales Engagement und die Unterstützung der Initiative zu begeistern.

Max Peters: Und beim Nachwuchs fangen Sie an? Ein fester Baustein unseres Konzerntraineeprogrammes ist soziales Engagement. Als damaliger Trainee hatte ich durch Sie und Kollegen bereits von der Initiative gehört und fand das Konzept direkt spannend. JOBLINGE bietet unterschiedliche Möglichkeiten sich einzubringen, was ich sehr attraktiv fand – denn Ehrenamt soll im bestenfalls eine Win-Win-Situation für beide Seiten sein.

Max Peters unterstützt die Initiative JOBLINGE als Mentor eines Schülers

Max Peters, ehemaliger Konzerntrainee, unterstützt die Initiative JOBLINGE als Mentor eines Schülers

Christoph Zeckra: Mittelfristig ist soziales Engagement (Corporate Citizenship) für einen Konzern enorm wichtig. Ein Arbeitgeber, der dies bei seinen Mitarbeitern nach Innen und Außen unterstützt, kann nur profitieren. Wem es gut geht, sollte der Gesellschaft etwas zurückgeben, denn nur in einer stabilen Gesellschaft ist man nachhaltig erfolgreich. Dies gilt gleichermaßen für Unternehmen und Mitarbeiter. Hierfür gilt es das Bewusstsein zu stärken und zu zeigen, dass Engagement für alle Beteiligten einen Mehrwert hat.

Max Peters: Ich habe mich für die Rolle des Mentors entschieden, bei der man einem jungen Teilnehmer des Programmes mit Rat und Tat zur Seite steht. Ich lerne hiermit neue Perspektiven kennen und kann meine Erfahrungen weitergeben. Sicherlich eine tolle Chance auch für die eigene Entwicklung. Trotzdem hat man als junger Mentor am Anfang auch Respekt vor der Rolle und der Verantwortung, denn es läuft natürlich nicht immer alles reibungslos.

Christoph Zeckra: Natürlich ist die Rolle am Anfang fordernd. So ist beispielsweise das Kennenlernen eines ganz anderen sozialen Umfeldes nicht immer einfach. Soziales Engagement bedeutet aber vor allem soziales Lernen. Mitarbeiter, die hier Kompetenzen vorweisen, sind besonders wichtig für ein Unternehmen und meist in ihrer Tätigkeit ebenfalls erfolgreich. Aus meiner Sicht trägt die Mentorenrolle erheblich zur eigenen Persönlichkeitsentwicklung bei und ist eine Extrameile, die ich nur jedem empfehlen kann.

 

STECKBRIEFE

Name: Christoph Zeckra
Alter: 57
In der Generali Deutschland Gruppe seit: 2006
Aktuelles Konzernunternehmen und Funktion: Generali Deutschland, Gesamtverantwortlicher Generali Zukunftsfonds
Typische Aufgaben: Projektbegleitung von Themen aus Politik und Zivilgesellschaft, die einen Beitrag zur Lösung des demografischen Problems beitragen
Studium/Ausbildung/Abschluss: Diplom-Wirtschaftswissenschaften, Diplom-Psychologie
Ein Mensch, den ich bewundere: Stephane Hessel, Hannah Ahrendt
In meiner Freizeit: Sport (dem Ball nachlaufen), Präsident im Lions-Club

 

Name: Max Peters
Alter:  27
In der Generali Deutschland Gruppe seit: 2011
Aktuelles Konzernunternehmen und Funktion: Generali Deutschland Holding AG, Referent Strategisches HR-Management und Grundsatzfragen
Vorherige berufliche Stationen: Unterschiedliche Abteilungen und Unternehmen in der Generali Deutschland Gruppe und in der italienischen Holding in Triest im Rahmen des internationalen Konzern-Traineeprogramms
Typische Aufgaben: U.a. Mitarbeit an konzernweiten und internationalen HR-Themen sowie personalpolitischen Grundsatzfragen
Studium/Ausbildung/Abschluss: Maastricht University, School of Business and Economics, MSc Management
Menschen, die ich bewundere: Richard von Weizsäcker, Loriot
In meiner Freizeit: … Engagement bei Joblinge e.V. und im LEO-/ Lions Club. Entspannung und Spaß durch Zeit mit Familie und Freunden, beim Reisen, Skifahren und gutem Essen.