Typisch? Gibt’s nicht!

Interview mit Sonja Schneider, Vorstandsreferentin bei den
Generali Versicherungen

Sonja Schneider, Vorstandsreferentin bei den Generali Versicherungen

Sonja Schneider, Vorstandsreferentin bei den Generali Versicherungen

Viele unserer ehemaligen Trainees setzen ihre berufliche Laufbahn nach dem Traineeprogramm als Vorstandsreferenten fort. So war es auch bei Sonja Schneider (24 Jahre), die nach ihrem Traineeprogramm unmittelbar als Vorstandsreferentin bei den Generali Versicherungen im Ressort Komposit & Schaden einstieg. Wir haben sie besucht und konnten dabei einmal hinter die Kulissen ihrer Tätigkeit schauen. Im Interview erzählt sie uns mehr über ihren Werdegang und wie es ist, als junger Mensch mit den Top-Führungskräften eines Unternehmens zusammenzuarbeiten.

Frau Schneider, wie sind Sie in die Versicherungsbranche eingestiegen?

In meinem dualen BWL-Studium habe ich meine Praxisphasen bei einem mittelständischen Versicherungsmakler absolviert. Das hat mein Interesse für die Versicherungsbranche recht früh geweckt. Besonders der Schadenbereich hatte es mir angetan. Das System, bestimmte Risiken abzusichern und im Versicherungsfall hierfür einzustehen, fasziniert mich nach wie vor.

Und wie sind Sie zur Generali Versicherung gekommen?

Für mich war schon im Studium schnell klar, dass ich die Versicherungsbranche auch aus Sicht eines Versicherers kennen lernen möchte. Und durch das Traineeprogramm der Generali Versicherung hatte ich hierzu die Möglichkeit. Als Trainee war ich in 18 Monaten in den Bereichen Revision, Schadensteuerung, Produktmanagement und -entwicklung eingesetzt und konnte auf diese Weise einen umfassenden Überblick gewinnen.

Wie ging es nach Ihrer Traineezeit weiter?

Nach meinem Traineeprogramm wurde mir meine jetzige Stelle als Vorstandsreferentin im Ressort Komposit & Schaden bei Frau Dr. Sebold-Bender (Anm. d. Red.: Mitglied des Vorstands der Generali Versicherung AG) angeboten. Da musste ich natürlich nicht lange überlegen.

Was sind Ihre Aufgaben als Vorstandsreferentin?

Diese Frage ist gar nicht so leicht zu beantworten, denn typische Aufgaben habe ich eigentlich gar nicht. Natürlich gibt es auch in meinem Job immer wiederkehrende Aufgaben, wie das Vor- und Nachbereiten von Vorstandsklausuren und –sitzungen oder unserer strategischen Dialoge. Aber ein Großteil meiner Zeit verwende ich darauf, Anfragen aus diversen Abteilungen zu beantworten oder  mich um Ressortprojekte oder Projekte die ich selbst verantworte, zu kümmern. Durch diese vielfältige Mischung ergibt sich eine spannende Vielfalt an Aufgaben, und das macht für mich auch den besonderen Reiz aus.

Müssen Sie sich mit allen Themen im Detail auseinandersetzen?

Natürlich habe ich nicht die Möglichkeit bei allen Themen in die Tiefe zu gehen, aber ich muss schon einen gewissen Überblick bekommen und möchte auch wissen, warum sich gewisse Entscheidungspunkte ergeben. Das ist sicherlich auch eine Typfrage, aber mir fällt es leichter bestimmte Aufgaben zu erledigen, wenn ich die Hintergründe dazu kenne.

Was an Ihrer Tätigkeit macht Ihnen besonders viel Spaß?

Ehrlich gesagt hätte ich nicht erwartet, dass ich von Frau Dr. Sebold-Bender aktiv in so viele Aufgaben mit einbezogen werde. Neben der Aufbereitung von Recherchen und Marktanalysen kümmere ich mich um die Budgetplanung und bearbeite viele Sonderthemen, wie z.B. die Durchführung von Workshops mit Führungskräften aus unserem Ressort, die ich nicht nur vorbereiten, sondern auch mit moderieren darf. Dort mit den erfahrenen Führungskräften in die Diskussion zu gehen finde ich richtig cool. Klasse an meinem Job finde ich auch, mit so vielen verschiedenen Menschen in Kontakt zu kommen.

Wie ist es denn als junger Mensch mit so erfahrenen Führungskräften in Kontakt zu treten?

Ich habe hier bislang im Grunde nur positive Erfahrungen gemacht. Klar war ich vor meinem ersten Meeting schon sehr aufgeregt. Aber in der Realität läuft das alles viel entspannter ab, als ich es mir bis dahin ausgemalt hatte. Nach dem ersten „Hallo“ war dann auch die Aufregung weg.

Viele junge Menschen denken bei Vorstandsreferenten an Menschen, die rund um die Uhr arbeiten und ständig zur Verfügung stehen müssen, ist das so?

Nein, also das kann ich nun wirklich nicht sagen. Natürlich ist es so, dass ich keinen Nine-to-Five-Job habe und hier und da auch Überstunden anfallen. Aber es ist genauso möglich, dass ich in ruhigeren Phasen eher nach Hause gehe. Meine Chefin achtet persönlich übrigens stark auf das Thema Work-Life-Balance ihrer Mitarbeiter. Und im Urlaub bleibt mein Blackberry aus.

Zu guter Letzt: Welche Fähigkeiten muss man aus ihrer Sicht für den Job als Vorstandsreferent mitbringen?

Loyalität und Vertrauenswürdigkeit sind natürlich selbstverständlich. Wichtig ist aus meiner Sicht Flexibilität, da man sich schnell auf viele neue Situationen einstellen muss, einfach weil die Bandbreite der Tätigkeiten so vielfältig ist. Eine Portion Neugierde schadet nicht und in gewisser Weise auch Organisationsfähigkeit und eine strukturierte Arbeitsweise, um den Überblick nicht zu verlieren und die vielen Termine im Blick zu halten. In einem so globalen Konzern wie unserem ist es natürlich auch wichtig Englisch zu sprechen.

Frau Schneider, vielen Dank für das Interview.

Sonja Schneider

Sonja Schneider

STECKBRIEF

Name: Sonja Schneider

Alter: 24

In der Generali Deutschland Gruppe seit: 2011

Aktuelles Konzernunternehmen und Funktion: Vorstandsreferentin, Generali Versicherung AG (seit 2012)

Studium/ Ausbildung/ Abschluss: Abitur, Duales BWL-Studium

Freizeit: Neben Wandern, Joggen und 10-km-Läufen, spiele ich auch gerne Gitarre wenn es die Zeit zulässt.